Zum grossen Jubiläum möchten wir der Stadt Bremgarten etwas für die langjährige Unterstützung zurückgeben. Mit viel Engagement und Fleiss wurde deshalb ein Arabas-Rundgang durch die Stadt gestaltet.
In der Stadt sind acht Stationen in Form von Vitrinen, Schränken und einem Schaufenster verteilt. Dieser Rundgang ist verbunden mit einem Quiz.
Unter folgendem Link kannst du teilnehmen:
Viel Vergnügen!
Vor 30 Jahren hatten ein paar Menschen aus der Region Bremgarten offenbar einen Gedanken, den andere wahrscheinlich mit «Hmm… interessant, aber auch leicht wahnsinnig» kommentiert hätten:
Was wäre, wenn Kinder nicht nur Hausaufgaben machen, sondern stattdessen Saltos schlagen, jonglieren und an Tüchern von der Decke hängen?
Gesagt, getan. Am 9. Januar 1996 wurde der Jugendzirkus ARABAS gegründet – und damit begann eine Geschichte, die heute 30 Jahre später noch immer weitergeschrieben wird.
Hinter der Idee stand eine Gruppe engagierter Zirkusfans, allen voran Martin Indlekofer, Zirkuspionier, langjähriger Präsident und vermutlich jemand, der das Wort «unmöglich» höchstens als kreative Herausforderung verstand.
Seine Vision: einen Ort schaffen, an dem Kinder und Jugendliche nicht nur Tricks lernen, sondern auch Selbstvertrauen, Teamgeist und die Kunst, trotz Lampenfieber nicht aus dem Gleichgewicht zu fallen.
Aber woher kommt eigentlich der Name?
Nein, ARABAS ist weder ein exotisches Dessert noch eine seltene Pflanzenart. Den Namen wählten die Kinder selbst – schon in der ersten Saison. Inspiration lieferte der Zauberer Tarabas aus der Fantasysaga Prinzessin Fantaghirò. Klingt magisch? Ist es auch. Bis heute steht ARABAS für Abenteuer, Fantasie und ein kleines bisschen Zirkuszauber.
Die Anfangszeit: viel Herz, wenig Material
Die ersten Jahre waren… sagen wir mal: charmant improvisiert.
Das Zelt war gemietet, das Material begrenzt, das Budget vermutlich ungefähr so elastisch wie ein Jonglierball. Aber was fehlte an Infrastruktur, wurde locker durch Begeisterung ersetzt. Die jungen Artistinnen und Artisten waren mit vollem Einsatz dabei – und wahrscheinlich deutlich mutiger als die meisten Erwachsenen.
Schritt für Schritt wuchs der kleine Zirkus heran
Erst kam mehr Material, dann ein eigenes Zirkuszelt, später Zirkuswagen und eine Infrastruktur, bei der man heute durchaus sagen darf: Das hier ist kein Hobby mit Glitzer, das ist professioneller Jugendzirkus.
Heute: mehr als nur Purzelbäume
Mittlerweile trainieren jedes Jahr rund 40 Kinder und Jugendliche Disziplinen wie:
• Bodenakrobatik
• Trapez
• Vertikaltuch
• Jonglage
• Balance
• Clownerie (für alle, die schon immer professionell Quatsch machen wollten)
Aus den einzelnen Nummern entsteht jeweils eine ganze Geschichte. Denn bei ARABAS gibt es nicht einfach Artistik aneinandergereiht – hier wird erzählt, inszeniert und verzaubert. Eine Show also, bei der Technik, Kreativität und Teamarbeit gemeinsam die Manege übernehmen.
20 Jahre später kam die nächste Idee
Wer dachte, nach 20 Jahren würde man sich entspannt zurücklehnen, kennt ARABAS schlecht.
Zum Jubiläum 2016 entstand die Zirkusschule Zirkuswelt. Seither können Kinder und Jugendliche das ganze Jahr trainieren, Neues ausprobieren und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln.
Während im klassischen Zirkusbetrieb die grosse Jahresproduktion im Mittelpunkt steht, bietet die Zirkuswelt Raum zum Experimentieren, Trainieren und gelegentlichen Entdecken bisher unbekannter Muskeln.
Ohne Helfende läuft hier… gar nichts
Ein Jugendzirkus finanziert sich nicht allein durch Applaus (schade eigentlich). ARABAS lebt von Mitgliederbeiträgen, Eintrittseinnahmen, Sponsoren und grosszügigen Gönnerinnen und Gönnern. Vor allem aber lebt der Zirkus von Menschen, die mitanpacken: Eltern, ehemalige Artistinnen und Artisten und viele freiwillige Helferinnen und Helfer sorgen jedes Jahr dafür, dass aus Ideen tatsächlich Shows werden.
Anders gesagt: Ohne sie gäbe es zwar vielleicht ein paar Jonglierbälle – aber keine Manege.
Ausgezeichnet zirkusreif
Für seine kulturelle und soziale Arbeit wurde ARABAS im Laufe der Jahre mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kulturförderpreis «Bremgarter Leu».
Ein ziemlich schöner Beweis dafür, dass hier nicht nur Kunststücke entstehen, sondern auch echte Jugendarbeit mit Herz.
Und heute?
Heute wird ARABAS von einem engagierten Leitungsteam geführt. Aktuell übernehmen Nina Hegnauer und Joel Demière das Co-Präsidium und sorgen gemeinsam mit Trainerinnen, Trainern und vielen freiwilligen Helfenden dafür, dass jedes Jahr neue junge Artistinnen und Artisten die Manege erobern.
Und das tun sie – mal elegant, mal spektakulär und manchmal vermutlich auch mit einem kleinen «Hoppla», das zum Zirkusleben einfach dazugehört.
30 Jahre später: mehr als ein Zirkus
Nach drei Jahrzehnten ist ARABAS längst mehr als ein Ort für Akrobatik und Artistik.
Rund 180 Artistinnen und Artisten haben seit der Gründung den Jugendzirkus über viele Jahre geprägt – einige als Kinder gestartet, später als Jugendliche weitertrainiert und manche sogar als Trainerinnen, Trainer oder Helfende zurückgekehrt.
Für viele ehemalige Teilnehmende ist der Jugendzirkus deshalb weit mehr als nur ein Hobby: Er ist ein Stück Zuhause geworden. Ein Ort, an dem Freundschaften entstehen, Talente wachsen und Träume für einen Moment tatsächlich durch die Luft fliegen.
Oder kurz gesagt:
30 Jahre ARABAS – 30 Jahre Mut, Magie und jede Menge Salto-Momente.